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Österreich Länderinformationen

Handyverbot in Österreich
In Österreich gilt ein strenges Handyverbot am Steuer. Während der Fahrt ist dem Fahrer das Telefonieren ohne Benutzung einer Freisprecheinrichtung sowie jegliche andere Verwendung des Mobiltelefons verboten. Als Navigationssystem darf das Mobiltelefon nur verwendet werden, wenn es fest im Fahrzeuginneren befestigt ist.

Abgasplakettenpflicht in Österreich
Seit dem 01. Januar 2015 gilt für alle in- und ausländischen Lkw, die ins Burgenland, nach Wien und in bestimmte Gebiete Niederösterreichs oder der Steiermark fahren, eine Abgasplakettenpflicht. Auch für Fahrten Richtung Slowenien/Kroatien, Ungarn und der Slowakei auf Autobahnen oder Schnellstraßen werden diese Abgasplaketten benötigt. Die Abgasplaketten sind nur in Österreich erhältlich und werden von Begutachtungsstellen nach § 57a Kraftfahrgesetz ausgegeben. Diese Begutachtungsstellen sind Kfz-Prüfstellen der Bundesländer, Autofahrerklubs und Kfz-Werkstätten. Bei Fahrten ohne Abgasplaketten in die Umweltzonen drohen hohe Bußgelder. Unsere deutsche Abgasplakette ist in Österreich nicht gültig. Weitere ausführliche Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Wirtschaftskammer Österreichs.

Autobahn A12 - Gefahrguttransporte
Die Einhausung der A12 bei Innsbruck-Amras wird wie ein Tunnel der Katergorie A gewertet. Damit ist das Befahren mit Gefahrgutfahrzeugen untersagt, soweit diese gekennzeichnet sind. Ausnahme: Ist das Fahrzeug mit einer Warnleuchte nach ECE-Regelung Nr. 65 ausgestattet und wird diese bei Tunneleinfahrt eingeschaltet, darf auch Gefahrgut in dieser Einhausung transportiert werden.

Bescheinigungen nach VO 561/2006
Auch Österreich verlangt für Tage, an denen keine Nachweis in Form von Schaublättern oder Daten auf der Fahrerkarte vorhanden ist, das maschinenschriftlich ausgefüllte Formblatt nach EU-Muster.

Winterreifen- und Schneekettenpflicht
Vom 1. November bis 15. April müssen in Österreich alle LKW über 3,5 t zGG und alle KOM mit Winterreifen (mindestens auf der Antriebsachse) ausgerüstet sein. Zusätzlich sind Schneeketten für mindestens zwei Antriebsräder mitzuführen und im Bedarfsfall aufzuziehen. Bei Radialreifen muss die Mindestprofiltiefe 5mm betragen, bei Diagonalreifen 6 mm.

Mietfahrzeuge
Wird mit gemieteten LKW in Österreich Güterbeförderung durchgeführt (auch Werkverkehr), muss der entsprechende Mietvertrag und, sofern der Fahrer nicht gleichzeitig Mieter ist, der Arbeitsvertrag mitgeführt werden.

Warntafeln nach ECE-Regelung Nr. 70
Im Österreichischen Kraftfahrgesetz ist geregelt, dass alle LKW mit mehr als 3,5 t zGG an der Fahrzeugrückseite diese Warntafeln angebracht haben müssen. Diese erhalten Sie in unserer Handelsabteilung.

Lichtpflicht
Lichtpflicht am Tag

Tunnelverordnung
Fahrzeuge, die kennzeichnungspflichtiges Gefahrgut befördern ist die Durchfahrt durch einröhrige Autobahn- und Schnellstraßentunnel mit einer Länge von mehr als 100 m nur unter bestimmten Voraussetzungen gestattet.

  • Am Fahrzeug muss grundsätzlich eine gelbrote drehende Warnleuchte angebracht sein.
  • Bei bestimmten Tunnel muss der Transport an der zuständigen Tunnelwarte angemeldet werden und ein Begleitfahrzeug die Tunneldurchfahrt sichern.

Weitere Informationen können über BGL erfolgen.

Retroreflektierende Warntafel / Konturmarkierung
Fahrer von Lastkraftfahren und Fahrzeugkombinationen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t sind verpflichtet an der Rückseite des Fahrzeuges eine gelbe Warntafel mit rotem Rand (gem. ECE-Regelung Nr. 70) anzubringen. Alternativ wird eine retroreflektierende Markierung oder Konturmarkierung, die ECE-Regelung Nr. 104 entspricht, anerkannt.

Mehrspurige Autobahnen
Auf Autobahnen mit drei bzw. vier Fahrspuren besteht ein Fahrverbot für LKW über 7,5 t zGG auf der äußeren linken Fahrspur.

Entsendevorschriften
Die österreichischen Entsendevorschriften sind auf der Basis des Gesetzes zur Bekämpfung von
Lohn­ und Sozialdumping (LSD­BG) seit 01.01.2017 in Kraft. 

Anwendung:
Im Bereich des Straßengüterverkehrs werden die österreichischen Entsendevorschriften auf alle
grenzüberschreitenden Beförderungen und Kabotagebeförderungen in Österreich angewandt.
Transitbeförderungen durch Österreich sind von der Anwendung ausgenommen. 

Mindestlohn:
Bei grenzüberschreitenden Beförderungen und Kabotagebeförderungen müssen die österreichischen
Lohn­ und Sozialvorschriften beachtet werden. Der österreichische Grundlohn (Tariflohn) für das
Transportgewerbe ist auf ausländische Fahrer anzuwenden. Entsprechende Lohnnachweise sind
mitzuführen. 

Der österreichische Mindestlohn beträgt derzeit zwischen 9,20 € und 11,38 €. Weitere Einzelheiten
unter www.kollektivvertrag.at 

Entsendemeldung:
Seit 01. Juni 2017 kann für mobiles Personal eine Entsendemeldung mit dem Entsendeformular
ZKO3­T für eine Dauer von maximal sechs Monaten ausgestellt werden. Die Entsendung hat in
elektronischer Form über die Homepage des Sozialministeriums unter www.entsendeplattform.at zu
erfolgen. Die Abgabe der Meldung ist unabhängig von den einzelnen Entsendungen pauschal für
sechs Monate für den jeweiligen Fahrer möglich. Bei der Entsendemeldung müssen folgende
Angaben gemacht werden:

  • Arbeitgeberdaten
  • Fahrerdaten (Name, Geburtsdatum, Anschrift, SV­Nummer, SV­räger, taatsangehörigkeit)
  • Kennzeichen des Fahrzeuges
  • Höhe des Entgelts nach den österreichischen Rechtsvorschriften (Kollektivvertrag und Beginn des Arbeitsverhältnisses)
  • Art der Tätigkeit und Verwendung des entsandten Arbeitnehmers (im Normalfall „Lenker“)
  • Angabe der Daten der ausländischen Behörde sowie der Genehmigung, falls eine 
    Beschäftigungsbewilligung und/oder eine Aufenthaltsbewilligung im Entsendestaat 
    notwendig ist oder Kopie der Genehmigung 

Mitzuführende Dokumente:
Folgende Dokumente sind entweder im Fahrzeug mitzuführen oder elektronisch zugänglich zu
machen:

  • Arbeitsvertrag (in Deutsch oder Englisch)
  • Sozialversicherungsbestätigung A1
  • Entsendemeldung

Seit 01. Juni 2017 müssen die Lohnunterlagen nicht mehr in der Fahrerkabine bereitgehalten werden.

Auf Verlangen der österreichischen Behörden sind die Lohnunterlagen für den Kalendermonat der
Kontrolle und des vorangegangenen Monats (wenn der Lenker in diesem Monat in Österreich tätig
war) ­ somit also für einen Zeitraum von zwei Monaten ­ innerhalb von 14 Tagen ab der Kontrolle zu
übermitteln (wird diese Frist nicht eingehalten, liegt ein Verstoß gegen die Bereithaltung der
Unterlagen vor). 

Bußgelder:
Unterschreitungen des nach österreichischen Rechtsvorschriften samt Einstufungskriterien geltenden
Grundlohns werden mit Geldstrafen von 1.000,­­ € bis 50.000,­­ € geahndet. Ebenso haften
inländische Auftraggeber für die ordnungsgemäße Beschäftigung der österreichischen Lohn­ und
Arbeitsbedingungen. Verstöße werden mit Geldstrafen von 1.000,­­ € bis 50.000,­­ € geahndet.

Geschwindigkeitsbegrenzungen

ÖsterreichGeschwindigkeit
innerhalb geschlossener Ortschaften50 km/h
außerhalb geschlossener Ortschaften
für LKW und Sattelkraftfahrzeuge über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht
70 km/h
außerhalb geschlossener Ortschaften
für LKW und Sattelkraftfahrzeuge über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht auf Autobahnen
80 km/h
außerhalb geschlossener Ortschaften
für Lastzüge
60 km/h
außerhalb geschlossener Ortschaften
für Lastzüge auf der Autobahn
80 km/h
außerhalb geschlossener Ortschaften 
bei Langgutfuhren
50 km/h
außerhalb geschlossener Ortschaften
bei Langgutfuhren auf Autobahnen
80 km/h
außerhalb geschlossener Ortschaften 
bei Lebentiertransporten
70 km/h
außerhalb geschlossener Ortschaften
bei Lebentiertransporten auf Autobahnen
80 km/h

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